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GGU-CONNECT - Dialoge zu Flächen

Flächen sind Polygone in einem Projekt. Eine Fläche kann eine oder beide der folgenden Nutzungen haben:

Nutzung Zweck
Modellumriss (Kriging) Grenzt das räumliche Baugrundmodell ein, das GGU-CONNECT per Kriging aus den Aufschlüssen berechnet.
Rasterfläche Trägt ein Punktraster, an dessen Punkten Bodenprofile aus dem Baugrundmodell abgefragt und exportiert werden.

Ab Version 1.79, nur in GGU-CONNECT Enterprise

Flächen gibt es ab Version 1.79. Das Kriging, also das Baugrundprofil im Schnitt und der Export von Bodenprofilen, ist nur in GGU-CONNECT Enterprise enthalten. In GGU-CONNECT Basic erscheint an diesen Stellen ein Hinweis auf die Enterprise-Version.

Fläche anlegen

Es gibt zwei Wege:

  • In der Karte: Schaltfläche „Polygonfläche zeichnen" in der Werkzeugleiste der Karte. Jeder Klick in die Karte setzt einen Stützpunkt. Ein erneuter Klick auf die Schaltfläche oder ein Doppelklick in die Karte schließt das Zeichnen ab und legt die Fläche an; dafür sind mindestens drei Stützpunkte nötig. Anschließend öffnet sich der Dialog „Fläche - Details".
  • Im Reiter „Flächen": Schaltfläche „Fläche anlegen". Die Stützpunkte geben Sie dann im Dialog ein; der Stützpunktbereich erscheint nach dem ersten Speichern.

Eine vorhandene Fläche öffnen Sie per Doppelklick im Reiter „Flächen". Dort steht hinter dem Namen jeder Fläche, welche Nutzungen sie hat.

Dialog „Fläche - Details"

Feld Bedeutung
Name Name der Fläche
Nutzungen „Modellumriss (Kriging)" und/oder „Rasterfläche". Je angekreuzter Nutzung erscheint ein eigener Bereich mit deren Einstellungen.
Füllfarbe, Füll-Deckkraft (%) Darstellung der Fläche in der Karte
Randfarbe, Rand-Deckkraft (%), Randstärke (px) Darstellung des Umrisses in der Karte
Stützpunkte (Polygon) Eckpunkte der Fläche mit Rechtswert, Hochwert und Koordinatensystem. Die Reihenfolge (Spalte Position) bestimmt den Verlauf des Umrisses; Hoch und Runter ändern sie.

Alle Darstellungswerte sind beim Speichern anzugeben. Entfernen Sie bei einer gespeicherten Fläche eine Nutzung, gehen deren Einstellungen verloren; Stützpunkte und Darstellung bleiben erhalten.

Modellumriss (Kriging)

Der Modellumriss legt fest, welche Aufschlüsse in das Baugrundmodell eingehen und wie weit es nach unten und oben reicht. Es gehen alle Aufschlüsse ein, deren Lage innerhalb des Polygons liegt; eine Auswahl einzelner Aufschlüsse gibt es nicht. Ein Projekt kann mehrere Modellumrisse haben. Überlappen sie, gilt an einer Stelle jeweils der kleinste Umriss, der sie enthält.

Feld Bedeutung
Bodenfläche Untere Begrenzung des Modells. „Feste Höhe": die Höhe unter Feste Boden-Z (m). „Automatisch (tiefster Aufschluss)": die tiefste Aufschluss-Unterkante im Polygon, vermindert um den Abstand unter tiefstem Aufschluss (m).
Deckfläche Obere Begrenzung des Modells. „Feste Höhe": die Höhe unter Feste Deck-Z (m). „Automatisch (höchster Aufschluss)": der höchste Ansatzpunkt der Aufschlüsse im Polygon.

Alle Höhen sind absolute Höhen in Metern. Die Deckfläche muss über der Bodenfläche liegen.

Voraussetzungen für das Baugrundmodell

  • Im Polygon liegen mindestens zwei Aufschlüsse mit Koordinaten, Koordinatensystem und Ansatzhöhe.
  • Das Projekt hat ein Baugrundschichtenmodell (Homogenbereichsklasse mit der Kategorie Baugrundschichtenmodell, vgl. Dialoge zur Baugrundmodellierung). Jede Schicht der beteiligten Aufschlüsse ist einer Baugrundschicht dieses Modells zugeordnet.
  • Aus den Aufschlüssen ergibt sich eine eindeutige Abfolge der Baugrundschichten von oben nach unten. Eine Baugrundschicht darf in einzelnen Aufschlüssen fehlen. Nicht möglich sind:
    • dieselbe Baugrundschicht zweimal in einem Aufschluss (Linse, Wiederholung),
    • zwei Aufschlüsse, in denen zwei Baugrundschichten in umgekehrter Reihenfolge liegen,
    • zwei Baugrundschichten, die in keinem Aufschluss gemeinsam vorkommen, sodass ihre Reihenfolge offen bleibt.

Ist eine Voraussetzung nicht erfüllt, nennt die Meldung die betroffenen Aufschlüsse; es wird dann kein Modell berechnet.

Berechnung

Für jede Grenzfläche zwischen zwei Baugrundschichten wird die Höhe über das Polygon interpoliert (Ordinary Kriging, sphärisches Variogramm; die Variogrammparameter werden aus den Aufschlüssen angepasst). Die Grenzflächen werden von oben nach unten so begrenzt, dass sie sich nicht kreuzen; eine auskeilende Schicht erhält dort die Mächtigkeit null. Das Modell wird neu berechnet, sobald sich Polygon, Höhenbegrenzung, Aufschlüsse oder deren Schichtzuordnung ändern; sonst wird das zuletzt berechnete Modell wiederverwendet.

Das Modell wird im Baugrundschnitt angezeigt, siehe Dialoge zu Baugrundschnitten, und an den Punkten einer Rasterfläche abgefragt.

Rasterfläche

Feld / Schaltfläche Bedeutung
Punktabstand (m) Mittlerer Abstand der Rasterpunkte
Punkte erzeugen Erzeugt im Polygon ein gleichmäßiges Dreiecksraster mit dem Punktabstand. Bereits vorhandene Punkte werden ersetzt.
Anlegen, Löschen, Hoch, Runter Einzelne Rasterpunkte von Hand hinzufügen, entfernen oder umsortieren
Profile exp. Exportiert die Bodenprofile an allen Rasterpunkten als XML-Datei
CSV-Export Exportiert die Bodenprofile an allen Rasterpunkten als CSV-Datei, Speicherort wählbar

Die Rasterpunkte werden in der Karte angezeigt. Sie werden nicht in der Datenbank gespeichert, sondern lokal auf dem Rechner; gespeichert wird nur der Punktabstand.

Bodenprofile exportieren

Für jeden Rasterpunkt wird das Baugrundmodell des kleinsten Modellumrisses abgefragt, der den Punkt enthält. Rasterpunkte außerhalb jedes Modellumrisses erscheinen nicht im Export.

Je Punkt enthält der Export die Baugrundschichten von oben nach unten mit ihrer Ober- und Unterkante als absolute Höhe in Metern sowie die Bodenkennwerte der Baugrundschicht aus dem Baugrundschichtenmodell, soweit sie dort eingetragen sind.

Die CSV-Datei hat eine Zeile je Schicht, Trennzeichen Semikolon, Dezimalpunkt:

Spalte Inhalt
Profil_ID Laufende Nummer des exportierten Bodenprofils
X_m, Y_m Koordinaten des Rasterpunkts
Schicht Nummer der Schicht von oben
OK_mNN Oberkante der Schicht als absolute Höhe in m
Material Name der Baugrundschicht
ES_MN_m2 Steifemodul Es in MN/m²
gamma_kN_m3 Wichte in kN/m³
Nu Querdehnzahl

Kennwerte, die im Baugrundschichtenmodell nicht eingetragen sind, bleiben leer.