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GGU-RETAIN: Menüeintrag "Profile"

Bei Auswahl "Spundwand" und "mit Profil-Liste" erhalten Sie eine Dialogbox, die nahezu genauso aufgebaut ist wie die bei den Bohlträgern. Auch hier muss der Schalter "Stahlbemessung nach EC 3" aktiviert sein. Sie können die Profile für die Spundwände in eine Datei ".spw_ggu" speichern.

Wenn Sie nicht nach EC 3 bemessen, beachten Sie, dass für Spundwandprofile die Fläche "A" in [cm²/m] und das Trägheitsmoment "I" in [cm4/m] eingegeben werden müssen. Beachten Sie weiterhin, dass die in der Tabelle enthaltenen Profil-Werte unterstellen, dass eine schubsteife Verbindung zwischen den gelieferten Doppelbohlen besteht. Die Größe S ist das Statische Moment des Profils und s die Stegdicke. Die Größe "alp" ist der Öffnungswinkel des Profils. Der Wert "S·sin(alp)/s" wird für den Schubspannungsnachweis benötigt.

Bei Auswahl "Kombinierte Spundwand" ist die Dialogbox für die Profile noch etwas erweitert:

grafik-20240531-095223.png

Sie können über den Knopf "Rohrprofil erzeugen" neue Profile vom Programm erstellen lassen. Die Profile, die Sie hier neu anlegen, speichern Sie in eine Datei ".kom_ggu".

Über den Knopf “HZM-Profile erzeugen” können Sie neue Kombinationen von Trag- und Füllbohlen generieren und der Profil-Liste hinzufügen.

Profilwerte der kombinierten Spundwand

Bei der kombinierten Spundwand beziehen sich A [cm²], I [cm⁴] sowie W,el, W,el* und W,pl [cm³] nicht auf einen Meter Wand, sondern auf ein Tragelement: eine Tragbohle bzw. bei aktiviertem "2P" das Tragbohlenpaar innerhalb des Systemmaßes "b,sys" [m]. Die Füllbohlen sind in diesen Werten nicht enthalten. Das Programm rechnet Steifigkeit und Eigengewicht selbst über b,sys auf einen Meter Wand um und weist die Schnittgrößen je Tragelement nach.

Das Programm ermittelt die Profilwerte nicht aus Trag- und Füllbohle. Für eigene Kombinationen, z. B. mit einem HEB-Profil als Tragbohle, geben Sie die Werte des Tragelements in einer neuen Zeile der Profil-Tabelle ein.

"W,el*" ist das elastische Widerstandsmoment für den Nachweis des Schlosses. Ist es bei einem Doppel-T-Profil von W,el verschieden, weist das Programm zusätzlich zur Tragbohle die Normalspannung mit W,el* gegen die in der Bemessungs-Dialogbox eingegebene Streckgrenze "fy (Schloss)" nach und gibt die größere Ausnutzung aus. Sind beide Werte gleich, entfällt dieser Nachweis.

Füllbohlen

GGU-RETAIN führt keinen Nachweis der Füllbohlen durch. Nach dem Bemessen weist das Programm auf einen erforderlichen getrennten Nachweis hin, wenn die Wasserdruckdifferenz größer als 4,00 m oder der lichte Abstand zwischen den Tragelementen größer als 1,50 m ist. Die Bedingungen, unter denen der Nachweis nach EAU 2012, E 7, Abschnitt 8.1.4.2 entfallen darf, zeigt der Knopf "Info Füllbohlen" in der Bemessungs-Dialogbox.